26.02.24 | Zum Betriebsausgabenabzug bei Influencern

Das Niedersächsische Finanzgericht hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob eine Influencerin, die einen Mode- und Lifestyleblog betreibt, Aufwendungen für Kleidung und Accessoires steuerlich geltend machen kann.

Zusätzlich zu den Waren, die die Klägerin im Rahmen ihrer Tätigkeit von verschiedenen Firmen erhalten hatte, um sie zu bewerben, erwarb die Klägerin diverse Kleidungsstücke und Accessoires. Sie begehrte nun, die Aufwendungen hierfür als Betriebsausgaben bei ihrer gewerblichen Tätigkeit als Influencerin zu berücksichtigen.

Das Finanzamt verwehrte den Betriebsausgabenabzug mit der Begründung, dass sämtliche Gegenstände durch die Klägerin auch privat genutzt werden könnten und eine Abgrenzung der privaten zur betrieblichen Sphäre nicht möglich sei. Insbesondere habe die Klägerin nicht dargelegt, in welchem Umfang sie die Kleidungsstücke und Accessoires jeweils für private oder betriebliche Zwecke genutzt habe.

Möglichkeit der Privatnutzung

So sah es auch das Finanzgericht. Steuerlich greife hier das Abzugsverbot für Aufwendungen für die Lebensführung der Steuerpflichtigen, die ihre wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung mit sich bringt, auch wenn die Aufwendungen zur Förderung des Berufs oder der Tätigkeit der Steuerpflichtigen erfolgen. Es komme hierbei nicht darauf an, wie die Klägerin die Gegenstände konkret genutzt hat. Allein die naheliegende Möglichkeit der Privatnutzung von bürgerlicher Kleidung und Mode-Accessoires führe dazu, dass eine steuerliche Berücksichtigung ausgeschlossen sei.

(Niedersächs. FG / STB Web)

Artikel vom: 26.02.2024

20.02.24 | Unternehmen bei New Work gespalten

Die große Mehrheit der Unternehmen steht vor der Herausforderung, ihre Arbeitskultur anzupassen, um im Wettbewerb um neue Talente bestehen zu können. Der Digitalverband Bitkom hat über 600 Unternehmen dazu befragt.

86 Prozent der befragten Unternehmen geben an, sie müssten ihre Arbeitskultur modernisieren, um für junge Bewerberinnen und Bewerber attraktiv zu sein, 60 Prozent stellen fest, dass die Unternehmenskultur verglichen mit dem Gehalt an Bedeutung gewinnt. Und 75 Prozent meinen, dass Unternehmen, die sich dem Thema New Work verschließen, im Wettbewerb nicht mehr bestehen werden. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Viele Unternehmen tun sich schwer mit dem Thema New Work

Zwei Drittel der Unternehmen (67 Prozent) meinen außerdem, dass das Thema New Work von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist. Die meisten sehen sich dabei gut aufgestellt: 17 Prozent sehen sich bei New Work an der Spitze, 46 Prozent verorten sich unter den Vorreitern. Zwar meint nur 1 Prozent, den Anschluss verpasst zu haben, aber rund jedes Dritte (30 Prozent) sieht sich als Nachzügler. 15 Prozent fehlt es an Know-how zum Thema im Unternehmen. 17 Prozent sagen, für "so einen Firlefanz wie New Work" kein Geld zu haben – und 13 Prozent halten das Thema nur für einen Hype, der bald wieder vorüber ist.

(Bitkom / STB Web)

Artikel vom: 20.02.2024

20.02.24 | Mehrfache Ausschöpfung des Höchstbetrags für Investitionsabzugsbeträge?

Beim Bundesfinanzhof ist ein Verfahren zu der Frage anhängig, nach welchen Kriterien bei einem Einzelunternehmer mehrere Gewerbebetriebe vorliegen, welche die mehrfache Ausschöpfung des Höchstbetrags für Investitionsabzugsbeträge ermöglichen würden.

Der Kläger betrieb einen Großhandel mit Altmaterialien, mit dem auch eine Recycling-Tätigkeit einherging. Später erbte er den zuvor von seiner Mutter unter derselben Anschrift geführten Schrotthandel. Bei der Beantragung von Investitionsabzugsbeträgen argumentierte er, dass es sich um zwei einzelne Betriebe handele und der betriebsbezogene Höchstbetrag von 200.000 Euro somit insgesamt zweimal ausgeschöpft werden könne.

Getrennte Buchführung und Räume

Beide Betriebe hatten eine eigene Steuernummer, eine getrennte Buchführung sowie getrennte Kassen- und Bankkonten. Die Betriebsführung finde im selben Gebäude, aber in verschiedenen Räumlichkeiten mit separaten Büroeinrichtungen, insbesondere auch jeweils eigenem Anlage- und Umlaufvermögen, statt. Das Finanzamt berücksichtigte jedoch nur Investitionsabzugsbeträge bis zum maßgeblichen Höchstbetrag von einmalig 200.000 Euro.

Marktwirksamkeit als Kriterium?

Das FG Düsseldorf erkannte ebenfalls einen einheitlichen Gewerbebetrieb. Dabei stellte es nicht nur auf den engen räumlichen Zusammenhang der Betriebsteile unter einer gemeinsamen Anschrift ab. Darüber hinaus handele es sich um gleichartige Tätigkeiten, weil sich beide Betriebsteile ergänzten und dadurch zu einer entsprechend stabileren Marktwirksamkeit führten. Die Geschäftsunterlagen ließen auch auf einen organisatorischen Gesamtzusammenhang der wirtschaftlichen Tätigkeit des Einzelunternehmers schließen, sodass andere Kriterien wie die getrennte Buchführung in der Einzelfallabwägung zurücktreten würden.

Die aktuell bekannt gegebene Entscheidung vom 8.12.2021 (Az. 15 K 1186/21 G,E) ist nicht rechtskräftig und beim Bundesfinanzhof Az. X R 8/23 anhängig. Das Verfahren wurde beim BFH am 20.12.2023 in die Datenbank aufgenommen.

(FG Düsseldorf / STB Web)

Artikel vom: 20.02.2024

13.02.24 | Nachfolge-Monitoring Mittelstand

Die Rückzugsplanungen mittelständischer Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland nehmen Fahrt auf, wie das aktuelle Nachfolge-Monitoring Mittelstand von KfW Research zeigt.

Bis zum Ende des laufenden Jahres 2024 planen danach rund 224.000 Inhaber und Inhaberinnen im Mittelstand ihren Rückzug und streben dabei an, das Unternehmen in die Hände eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin zu legen. Das entspricht sechs Prozent aller 3,81 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland.

Fortschritte im Nachfolgeprozess

Erfreulich sei, dass so viele bereits weit vorangeschritten seien im Nachfolgeprozess: 41 Prozess (92.000) hätten die Nachfolgeregelung bereits unter Dach und Fach. Weitere 31 Prozent (69.000) würden sich immerhin schon in Verhandlungen befinden. Neben den kurzfristigen Nachfolgewünschen gibt es kleinere Zuwächse auch bei den mittel- oder längerfristigen Nachfolgesuchen. Betrachtet man den Fünfjahreszeitraum von 2023 bis zum Ende des Jahres 2027, dann streben 626.000 der insgesamt 3,81 Millionen mittelständischen Unternehmen in Deutschland eine Nachfolge an.

Zahlreiche Hürden

Im Durchschnitt stünden demnach bis inklusive 2027 rund 125.000 Unternehmensnachfolgen jährlich an, sofern alle Inhabenden diese Pläne tatsächlich auch aktiv verfolgen und umsetzen. Denn selbst bei aktivem Engagement gibt es zahlreiche Hürden, an denen Nachfolgeprozesse stecken bleiben oder scheitern können. Die Unternehmen nennen hier selbst am häufigsten das Finden des geeigneten Nachfolgers (74 Prozent), Einigung auf den Kaufpreis (30 Prozent), Bürokratieaufwand (30 Prozent), rechtliche Komplexität (28 Prozent) und Finanzierungsfragen (16 Prozent).

Zum Datenhintergrund:

Den Auswertungen des Nachfolge-Monitorings Mittelstand 2023 liegt das KfW-Mittelstandspanel als zentrale Datenquelle mit einer Datenbasis von bis zu 15.000 Unternehmen pro Jahr zugrunde. Es wird seit 2003 als Wiederholungsbefragung der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland durchgeführt.

(KfW / STB Web)

Artikel vom: 13.02.2024

08.02.24 | Gründungsgeschehen bei Genossenschaften

Das genossenschaftliche Modell bleibt offenbar attraktiv. Das zeigt die aktuelle Mitgliederstatistik des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB). Dessen Mitgliederzahl stieg bis Ende des Jahres 2023 auf 1.186, nach 1.169 im Jahr zuvor.

"Damit ist das Jahr 2023 eines der gründungsstärksten in der jüngeren Vergangenheit", sagte GVB-Präsident Gregor Scheller am Dienstag in München. Zuletzt hatte es im Jahr 2013 mit einem Plus von 63 mehr neue Mitglieder gegeben als jetzt. "Genossenschaften bringen Menschen zusammen und sind auch heute ein ideales Modell, um gemeinsame wirtschaftliche Interessen zu bündeln", sagte Scheller.

Viele Energiegenossenschaften

Insgesamt 54 Genossenschaften wurden neu in den GVB aufgenommen – 51 davon waren Neugründungen. Abgänge von Mitgliedern verzeichnet der Verband vor allem durch Fusionen – auch im Bereich der Volks- und Raiffeisenbanken. Zurückzuführen sei der Mitgliederzuwachs vor allem auf das rege Gründungsgeschehen bei Energiegenossenschaften. Deren Zahl legte um 40 von 289 auf 329 zu. Die meisten Neugründungen entfallen in diesem Bereich mit 32 auf Nahwärmegenossenschaften, deren Ziel es ist, aus nachhaltigen Quellen dezentrale und regionale Energie zu erzeugen.

Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und fördern deren Akzeptanz: „Wie keine zweite Rechtsform bieten Genossenschaften niedrigschwellige finanzielle und organisatorische Teilhabe mit echter Bürgerbeteiligung“, betonte Scheller. Weitere Gründungen gab es im Bereich der gewerblichen Genossenschaften.

Rund 3 Millionen Mitglieder

Nach den Angaben des GVB sind rund 50.000 Menschen im Freistaat bei einem genossenschaftlichen Unternehmen beschäftigt. Genossenschaften seien in 35 Branchen aktiv, von Finanzen über Landwirtschaft, Energie, Handel und Handwerk bis zu Dienstleistungen. 2,9 Millionen Menschen sind Mitglied in einer Genossenschaft.

(GVB / STB Web)

Artikel vom: 08.02.2024

07.02.24 | Bund erweitert Kapitalzugang für Start-ups

Die Bundesregierung will den Kapitalzugang für junge, innovative Technologie-Unternehmen erweitern. Damit sollen Start-ups, die in KI, Klima-, Quanten- oder Biotechnologie investieren, stärker gefördert sowie die Exitmöglichkeiten für deutsche und europäische Start-ups vergrößert werden.

Zudem sollen bestehende Kooperationen mit institutionellen Investoren vertieft und junge Start-ups beim Impact Investing unterstützt werden. Die Bundesregierung sieht hierfür 1,6 Miliarden Euro aus dem Zukunftsfonds vor, die bisher als strategische Reserve gehalten wurden, sowie 150 Milionen Euro aus dem ERP-Sondervermögen.

Die Mittel sollen wie folgt investiert werden:

  • 850 Millionen Euro soll KfW Capital gemeinsam mit privaten Venture Capital-Fonds für Direktinvestitionen in junge Start-ups in innovativen Technologiebereichen einsetzen.
  • Bis zu 500 Millionen Euro sind als deutscher Beitrag zur Stärkung der Exit-Finanzierung europäischer Tech-Champions vorgesehen.
  • 200 Millionen Euro sollen KfW Capital für eine Fortsetzung des erfolgreich angelaufenen Wachstumsfonds Deutschland zur Verfügung gestellt werden
  • 200 Millionen Euro sind für Investitionen von KfW Capital in sogenannte Impact Venture Capital-Fonds vorgesehen, die zusätzlich zur finanziellen Rendite auf eine messbare positive, soziale oder ökologische Wirkung abzielen.

Mit der Ausgestaltung und Entwicklung der einzelnen Produkte wird nun gestartet. Die sukzessive Einführung der Produkte soll voraussichtlich bereits zum Jahresende 2024 beginnen.

(BMF / STB Web)

Artikel vom: 07.02.2024

01.02.24 | Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit weiterhin sehr niedrig

In Deutschland streben immer weniger Menschen eine berufliche Selbstständigkeit an. 2022 hätten sich lediglich 23 Prozent der Erwerbstätigen für die Selbstständigkeit entschieden. Sicherheitsbedürfnisse, hoher bürokratischer Aufwand und Kapitalmangel hemmen offenbar die Gründungslust.

Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors 2023. Für den Erhalt einer breiten Unternehmensbasis und des Wettbewerbs sei diese Entwicklung besorgniserregend, so die zusammenfassende Bewertung.

Des Weiteren besteht ein deutlicher Unterschied in der Selbstständigkeitspräferenz zwischen Männern (28 Prozent) und Frauen, von denen sich zuletzt nur 18 Prozent für eine berufliche Selbstständigkeit entscheiden würden. Bei Menschen ohne Selbstständigkeitserfahrung ist die Selbstständigkeitspräferenz noch geringer. Rechnet man ehemalige und aktuelle Selbstständige heraus, ziehen nur 17 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter die Selbstständigkeit einer Anstellung vor. Allerdings können 30 Prozent derjenigen ohne Selbstständigkeitserfahrung es sich vorstellen, sich einmal selbstständig zu machen (2013: 27 Prozent).

Warum der Wunsch nach einer beruflichen Selbstständigkeit eher selten ist und sich das gegebene Gründungspotenzial nicht entfaltet, ist auf verschiedene Hemmnisse zurückzuführen. Die wichtigsten sind finanzielle Risiken und Bürokratie, als zu hoch wahrgenommene Risiken mit Blick auf Einkommen und soziale Sicherheit sowie fehlendes Kapital.

(KfW / STB Web)

Artikel vom: 01.02.2024

31.01.24 | Apothekenzahl auf Tiefstand

In Deutschland ist die Zahl der Apotheken zum Jahresende 2023 auf 17.571 gesunken. Das sind 497 Apotheken weniger als zum Jahresende 2022 – der bisher größte Rückgang an Apotheken überhaupt.

Den 559 Schließungen standen im vergangenen Jahr nur 62 Neueröffnungen gegenüber. Einen Rückgang in der Apothekenzahl gab es sowohl bei den Haupt- und Einzelapotheken (minus 405) als auch bei den Filialen (minus 92). Die Zahl der Einzelapotheken ohne Filialstrukturen ist erstmals unter die Marke von 10.000 gefallen (9.645).

Seit dem Höchststand im Jahr 2008 (21.602) ist die Apothekenzahl somit um mehr als 18 Prozent gesunken. Mit 21 Apotheken pro 100.000 Einwohnern liegt die hiesige Apothekendichte unter dem europäischen Durchschnitt (32). Diese Zahlen gehe aus Berechnungen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hervor, die auf den Meldungen der Landesapothekerkammern in allen 16 Ländern basieren.

ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening fordert die Regierungsparteien zum Handeln auf. Das Apothekenhonorar sei seit mehr als zehn Jahren nicht mehr angepasst und zuletzt sogar nochmals gekürzt worden – obwohl im selben Zeitraum der Verbraucherpreisindex um 38 Prozent und die Kosten in Apotheken sogar um 60 Prozent geklettert seien. Das Honorar der Apotheken müsse künftig automatisch an wirtschaftliche Entwicklungen angepasst werden.

(ABDA / STB Web)

Artikel vom: 31.01.2024

22.01.24 | Formen ärztlicher Existenzgründungen und ihr Preis

Ärztinnen und Ärzte, die sich niederlassen wollen, entscheiden sich am häufigsten für die Übernahme einer Einzelpraxis. Die Gesamtkosten dafür beliefen sich 2021/2022 bei hausärztlichen Praxen auf knapp 180.000 Euro und damit rund 10.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Das geht aus der jüngsten Analyse der ärztlichen Existenzgründungen, die die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) vorgelegt haben, hervor.

Deutlich günstiger wird es für Hausärztinnen und Hausärzte, wenn sie sich in einer Kooperation niederlassen: Der Beitritt in eine Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) mit durchschnittlich 130.600 Euro erforderte die geringsten Investitionen. Allerdings muss sich in diesem Fall die neue Mitinhaberin oder der neue Mitinhaber erst einen eigenen Patientenstamm aufbauen. Anders beim Eintritt in eine BAG: Hier wird der Anteil der ausscheidenden Inhaberin bzw. des Inhabers übernommen. Unter den ärztlichen Existenzgründern ist das die am häufigsten gewählte Kooperationsform, die Gesamtinvestitionen dafür betrugen für hausärztliche Praxen im Schnitt 147.200 Euro.

Teilzulassung verhältnismäßig teurer

Niederlassung in Teilzeit ist ebenfalls eine Option, um in die Selbständigkeit zu starten. Dafür hat sich ein Fünftel aller Ärztinnen und Ärzte, die sich in den Jahren 2021/2022 niedergelassen haben, entschieden. Das kann beispielsweise durch die Übernahme oder Einbringung einer halben Zulassung in eine bereits bestehenden BAG erfolgen (Eintritt bzw. Beitritt). Möglich ist auch die Übernahme einer Einzelpraxis, die dann in eine BAG überführt wird. In diesem Fall teilen sich die neuen Praxisinhaber die vorhandene Zulassung.

Meistens ist eine Existenzgründung mit einer halben Zulassung mit geringeren Investitionen verbunden, doch ein Vergleich der Übernahmepreise zeigt, dass sich die Kosten nicht einfach proportional verringern: So zahlten beispielsweise diejenigen, die mit einer halben Zulassung in eine hausärztliche BAG eingetreten bzw. dieser beigetreten sind, im Schnitt 107.000 Euro - also rund 80 Prozent der Durchschnittspreise einer vollen Zulassung (130.700 Euro).

Faktoren sind Patientenstamm und Umsätzhöhe

"Dieser relativ hohe Preis bei einer Teilzulassung entsteht dadurch, dass es vor allem Praxen mit großem Patientenstamm und hohen Umsätzen sind, bei denen es sich lohnt, die Versorgung aufzuteilen", kommentiert Daniel Zehnich, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und Beteiligungen. "Diese Praxen sind entsprechend teurer, bieten aber mehr Potenzial um ein entsprechend gutes Einkommen auch mit einer halben Zulassung zu erwirtschaften."

Die Ergebnisse basieren auf einer Stichprobe von 3.315 durch die apoBank in den Jahren 2021 und 2022 begleiteten ärztlichen Existenzgründungen - darunter 925 hausärztliche und 2.390 fachärztliche. Die Daten wurden anonymisiert und gemeinsam von der apoBank und dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) ausgewertet.

(apoBank / STB Web)

Artikel vom: 22.01.2024

15.01.24 | Fast die Hälfte der Familienunternehmen steht vor der Übergabe

In den nächsten drei Jahren steht bei 43 Prozent der Familienunternehmen eine Unternehmens- oder Anteilsübertragung an. Das haben das ifo-Institut und die Stiftung Familienunternehmen ermittelt.

Danach planen vor allem die größeren Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern in den nächsten drei Jahren den Generationenwechsel, und zwar 50 Prozent von ihnen. 42 Prozent aller befragten Unternehmen haben noch keinen Nachfolger für die Geschäftsleitung aus der Familie. Die Inhaber werden offenbar immer älter, und es bekommen immer weniger Familienunternehmen eine familieninterne Nachfolge hin: zuletzt nur 34 Prozent, wie aus den Umfragen hervorgeht.

Nachwuchsprobleme in den Familien

Auch in den Aufsichtsräten ist Nachwuchs aus den eigenen Reihen rar: Nur ein Viertel der Unternehmen kann das Gremium mit Familienmitgliedern nachbesetzen. Das Ausscheiden der Babyboomer-Jahrgänge beeinflusst demnach nicht nur das Angebot an Fachkräften, sondern auch an Unternehmensnachfolgerinnen und -nachfolgern. Ein Stimmungsmonitor im Sommer 2023 zeigte zudem, dass für 61 Prozent der Familienunternehmen die Erbschaft- oder Schenkungsteuer eine starke oder sehr starke Belastung ist.

Weiterführende Informationen beim ifo-Institut:

Nachfolge-Monitoring deutscher Familienunternehmen

(ifo / STB Web)

Artikel vom: 15.01.2024

Denis Broll - Diplom Ökonom | Steuerberater, Fachberater für int. Steuerrecht, zert. Berater für E-Commerce <small>(IFU / ISM gGmbH)</small>

Ihr Ansprechpartner:

Denis Broll
Diplom Ökonom | Steuerberater
Fachberater für int. Steuerrecht
zert. Berater für E-Commerce (IFU / ISM gGmbH)

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