11.05.21 | Branchen bewerten Coronahilfen unterschiedlich

Die besonders von der Krise betroffenen Branchen bewerten die Coronahilfen der Bundesregierung unterschiedlich. Das Gastgewerbe findet sie „befriedigend“. Die Einzelhändler sind deutlich kritischer. Das geht aus den aktuellen ifo Konjunkturumfragen hervor.

Besonders die November- und Dezemberhilfen bewerten die Unternehmen des Gastgewerbes positiv. Etwa 9 von 10 befragten Unternehmen waren berechtigt, sie zu beantragen. Sie wurden auch bei über 80 Prozent der Firmen bereits komplett ausgezahlt. Die Schulnote lag hier bei diesen Firmen bei 2,4. Die Überbrückungshilfe III kann seit Februar 2021 beantragt werden. 50 Prozent der befragten Unternehmen aus Hotellerie und Gastronomie haben dies bereits getan.

Im Einzelhandel dagegen waren nur etwa 5 Prozent der befragten Unternehmen berechtigt, November- und Dezemberhilfen zu beantragen, denn der Großteil der Einzelhändler musste erst kurz vor Weihnachten seine Türen schließen. Trotzdem hatten mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmer nach eigener Einschätzung Hilfsbedarf. Dies schlägt sich in den Bewertungen der Hilfen nieder. Sie erzielten eine Schulnote von nur 4,6. Die spätere Überbrückungshilfe III kam hier auf eine Schulnote von 4,3.

Weiterführende Informationen:

ifoPublikation: "Bewertung der Coronahilfen: Wie zufrieden sind die Unternehmen?"

(ifo / STB Web)

Artikel vom: 11.05.2021

03.05.21 | Arbeitgeberbewertungen im Netz beeinflussen Job-Wahl

Knapp die Hälfte der Nutzer*innen informiert sich online über Bewertungen von Arbeitgeber*innen – und viele lassen sich bei der Job-Suche davon beeinflussen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom von mehr 1.000 Personen.

Demnach haben sich 47 Prozent der Internetnutzer*innen schon einmal online auf diversen Portalen darüber informiert, wie aktuelle und ehemalige Angestellte ein Unternehmen bewerten.

44 Prozent aller Befragten, die sich über Arbeitgeber*innen informiert haben, geben an, dass das ihre Entscheidung für einen Job-Wechsel beeinflusst hat. 18 Prozent sagen, die Bewertungen hätten sie zwar verunsichert, aber sie hätten sich trotzdem für den Job entschieden. 14 Prozent fühlten sich in ihrer Entscheidung für das neue Unternehmen bestärkt. Und 12 Prozent haben sich aufgrund der Bewertungen gegen den möglichen Wechsel entschieden. Weitere 13 Prozent geben an, dass die Bewertungen ihre Entscheidung nicht beeinflusst hätten.

Ein gutes Viertel der Internetnutzer*innen trägt außerdem selbst zu den Arbeitgeberbewertungen im Netz bei. Unter den aktuell Berufstätigen ist es ein Drittel (33 Prozent).

(Bitkom / STB Web)

Artikel vom: 03.05.2021

27.04.21 | Weibliche Selbstständige besonders von Pandemie betroffen

Die rund 4,2 Millionen Selbstständigen in Deutschland mussten in der Corona-Pandemie häufiger Einkommenseinbußen hinnehmen als abhängig Beschäftigte – und die Frauen darunter noch einmal deutlich mehr als die Männer.

Während abhängig Beschäftigte meist über das Kurzarbeitergeld abgesichert sind, ist dies bei den Selbstständigen nicht der Fall. Frauen, die rund ein Drittel aller Selbstständigen ausmachen, hat es während der Pandemie nochmals härter getroffen als selbstständige Männer, berichtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW Berlin).

Während sich bei rund 47 Prozent der männlichen Selbstständigen das Einkommen verringerte, waren es bei den weiblichen Selbstständigen etwa 63 Prozent. Die Pandemie treffe vor allem jene Wirtschaftszweige, die physische Nähe erfordern und bei denen deshalb die Kontaktbeschränkungen einschneidender sind. In diesen Branchen gebe es überproportional viele weibliche Selbstständige, so die Studie zu möglichen Ursachen.

Finanzielle und psychische Belastungen

Die negativen Auswirkungen des Pandemieschocks beschränkten sich jedoch nicht allein auf finanzielle Einbußen, sondern belasteten die Betroffenen auch psychisch. Im Vergleich zur Situation vor der Krise hätten Depressions- und Angstsymptome bei Frauen im Allgemeinen deutlich zugenommen. Am häufigsten seien davon selbstständige Frauen betroffen, insbesondere wenn sie finanzielle Verluste erleiden. Bei selbstständigen Männern scheint die Pandemie hingegen kaum zusätzliche psychische Belastung auszulösen.

Erforderlich wäre, gerade für die von den Eindämmungsmaßnahmen stark betroffenen Bereiche und damit für viele selbstständige Frauen, eine verlässliche Hilfe, die auch einen Teil der Lebenshaltungskosten mitabdeckt, lautet die Forderung der Autoren.

(DIW / STB Web)

Artikel vom: 27.04.2021

19.04.21 | 23 Prozent der Betriebe aktuell vom Lockdown betroffen

Die Zahl der Betriebe, die vom Lockdown betroffen sind, geht offenbar leicht zurück. Dies geht aus Befragungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) unter rund 1.500 Betrieben hervor.

Danach sind 23 Prozent der Betriebe aktuell nach den Regelungen des Lockdowns in ihrer Geschäftstätigkeit eingeschränkt. Sie mussten ihre Geschäftstätigkeit vorübergehend ganz oder teilweise einstellen. 6 Prozent der Betriebe geben an, vollständig geschlossen zu haben. Im Januar berichteten die Betriebe noch zu 28 Prozent ganz oder teilweise geschlossen zu haben.

Gastgewerbe: Ein Drittel hat Geschäftstätigkeit ganz eingestellt

Allerdings sind die einzelnen Branchen unterschiedlich betroffen: Im Groß- und Einzelhandel sind 27 Prozent der Betriebe nach den Regelungen des Lockdowns in ihrer Geschäftstätigkeit eingeschränkt. Bei den sonstigen Dienstleistungen – dazu zählen beispielsweise personennahe Dienstleistungen oder Dienstleistungen der Unterhaltung und Erholung – gilt dies für 20 Prozent. Von diesen berichten 8 Prozent von vollständigen Schließungen, im Groß- und Einzelhandel sind es 3 Prozent. Mit Abstand am stärksten ist das Gastgewerbe betroffen: 87 Prozent der Betriebe sind aktuell von den angeordneten Schließungen betroffen. Rund ein Drittel der Betriebe im Gastgewerbe gibt an, ihre Geschäftstätigkeit ganz eingestellt zu haben.

12 Prozent sehen sich existenzgefährdet

Insgesamt sehen sich 12 Prozent aller Betriebe akut in ihrer Existenz bedroht. Dabei sind insbesondere kleinere Betriebe mit 10 bis 49 Beschäftigten und Kleinstbetriebe mit 1 bis 9 Beschäftigten betroffen: 9 Prozent beziehungsweise 13 Prozent sehen sich aktuell existenzgefährdet. In der Gastronomie betrachten 41 Prozent der Betriebe ihre Situation als existenzbedrohend, im Groß- und Einzelhandel 13 Prozent.

(IAB / STB Web)

Artikel vom: 19.04.2021

15.04.21 | Start-up-Finanzierung gestärkt

Die Bundesregierung stellt zusätzliche zehn Milliarden Euro für einen Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien bereit. Profitieren werden davon insbesondere Start-ups in der Wachstumsphase mit einem hohen Kapitalbedarf.

Unter einem neuen Zukunftsfonds der Bundesregierung sollen verschiedene Maßnahmen zur Förderung von Zukunftstechnologien gebündelt werden. Die Abwicklung und Verwaltung obliegt der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), geplanter Start ist Mitte April.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

  • Ausbau KfW Capital: KfW Capital erhöht mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens und des Zukunftsfonds das Zusagevolumen für Venture Capital-Fonds, Growth-Fonds und Venture Debt-Fonds in den nächsten zehn Jahren um rund 2,5 Milliarden Euro. KfW Capital wird dadurch insbesondere ihren Investitionsfokus auf Wachstumsfinanzierungen von Start-ups ausweiten. Die Beteiligungen von KfW Capital erfolgen weiterhin grundsätzlich zu den gleichen Bedingungen wie die Investition privatwirtschaftlicher Mitinvestoren.
  • EIF-Wachstumsfazilität: In Anlehnung an die vorhandene ERP/EIF-Wachstumsfazilität wird eine bis zu 3,5 Milliarden Euro große Wachstumsfazilität geschaffen, welche in Wachstumsfonds und in Wachstumsfinanzierungsrunden von Start-ups investiert. Die Beteiligung erfolgt grundsätzlich zu den gleichen Bedingungen wie die Investition privatwirtschaftlicher Mitinvestoren.
  • DeepTech Future Fonds: Der bis zu einer Milliarde Euro anwachsende DeepTech Future Fonds beteiligt sich zu Pari-passu-Bedingungen mit einer längerfristigen Investitionsperspektive direkt an Deep-Tech-Unternehmen. DeepTech-Unternehmen entwickeln tiefgreifende Innovationen mit erheblichem gesamtwirtschaftlichen Wirkungspotenzial. Die Entwicklung bis zur Marktreife ist sehr zeit- und kapitalintensiv. Mit dem neuen DeepTech Future Fonds sollen solche Technologien in Deutschland zur Marktreife gebracht werden.

Dies teilte das Bundesministerium der Finanzen mit.

(BMF / STB Web)

Artikel vom: 15.04.2021

12.04.21 | Kostenloser Know-how-Scan

Forschende KMU können ihr geistiges Eigentum mit einem neuen EU-Dienst kostenlos bewerten lassen und dadurch lernen, wie sie dies am besten schützen können.

Ein neuer kostenloser Dienst soll kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dabei helfen, geistiges Eigentum in kooperativen Forschungs- und Innovationsbemühungen effizient zu nutzen. Dazu hat die Europäische Kommission den Dienst „Horizon Intellectual Property Scan“ auf den Weg gebracht. Der Schwerpunkt des IP Scan liegt auf EU-finanzierten Projekten im Rahmen der Forschungsprogramme Horizont 2020 oder Horizont Europa.

Bewerbung für den Dienst möglich

Insbesondere sollen KMU veranschaulicht werden, wie sie ihr bestehendes geistiges Eigentum schützen können, wenn sie mit mehreren Partnern ein Forschungs- und Innovationsprojekt starten, und sie bei der Entwicklung einer gemeinsamen Strategie mit ihren Partnern unterstützen, um neue, gemeinsam erzeugte geistiges Eigentum zu verwalten und zu nutzen.

Der Dienst steht europäischen Start-ups und KMU gemäß der Definition der Europäischen Kommission offen, die kurz vor der Unterzeichnung einer Horizont-Finanzhilfevereinbarung stehen oder eine Finanzhilfevereinbarung (bis zu sechs Monate nach der Unterzeichnung) unterzeichnet haben.

KMU, die sich für das Programm „Horizont IP Scan“ interessieren, können sich jederzeit über die Website „Horizont IP Scan“ für den Dienst bewerben, und zwar über die laufende offene Aufforderung.

(EU / STB Web)

Artikel vom: 12.04.2021

06.04.21 | Überbrückungshilfe III: Eigenkapitalzuschuss und weitere Anpassungen

Unternehmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, erhalten einen neuen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss. Darüber hinaus werden die Bedingungen der Überbrückungshilfe III auch insgesamt nochmals angepasst.

Alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Der Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Außerdem wird die Fixkostenerstattung der Überbrückungshilfe III für Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent erleiden, auf bis zu 100 Prozent erhöht. Bislang wurden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet.

Der Eigenkapitalzuschuss im Überblick:

Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021.

Der neue Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten erstattet bekommt. Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben:

Monate mit Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent Höhe des Zuschlags
1. und 2. Monat Kein Zuschlag
3. Monat 25 Prozent
4. Monat 35 Prozent
5. und jeder weitere Monat 40 Prozent

Beispiel: Ein Unternehmen erleidet in den Monaten Januar, Februar und März 2021 einen Umsatzeinbruch von 55 Prozent. Das Unternehmen hat jeden Monat 10.000 Euro betriebliche Fixkosten aus Mietverpflichtungen, Zinsaufwendungen und Ausgaben für Elektrizität, Wasser und Heizung und beantragt dafür die Überbrückungshilfe III. Das Unternehmen erhält eine reguläre Förderung aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von jeweils 6000 Euro für Januar, Februar und März (60 Prozent von 10.000 Euro). Es erhält für den Monat März zusätzlich einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 1500 Euro (25 Prozent von 6000 Euro).

Der neue Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Weitere Anpassungen der Überbrückungshilfe III:

  • Die Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware und verderbliche Ware für Einzelhändler werden auf Hersteller und Großhändler erweitert.
  • Für Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft wird zusätzlich zur allgemeinen Personalkostenpauschale für jeden Fördermonat eine Anschubhilfe in Höhe von 20 Prozent der Lohnsumme eingeführt, die im entsprechenden Referenzmonat 2019 angefallen wäre. Die maximale Gesamtförderhöhe dieser Anschubhilfe beträgt 2 Millionen Euro.
  • Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen.
  • Antragstellern wird in begründeten Härtefällen die Möglichkeit eingeräumt, alternative Vergleichszeiträume zur Ermittlung des Umsatzrückgangs im Jahr 2019 zu wählen.
  • Unternehmen in Trägerschaft von Religionsgemeinschaften sowie junge Unternehmen bis zum Gründungsdatum 31. Oktober 2020 sind ab jetzt antragsberechtigt. Bisher konnten nur Unternehmen, die bis zum 30. April 2020 gegründet waren, einen Antrag stellen.
  • Wie für Soloselbständige mit Einnahmen ausschließlich aus freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeiten wird auch für Soloselbständige, die Gesellschafter von Personengesellschaften sind, ein Wahlrecht geschaffen: Sie können den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).
  • Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.

Dies teilte das Bundesministerium der Finanzen am 1. April 2021 mit.

(BMF / STB Web)

Artikel vom: 06.04.2021

25.03.21 | KfW-Sonderprogramm bis Jahresende verlängert und angepasst

Die Bundesregierung und die KfW verlängern das KfW-Sonderprogramm bis zum 31. Dezember 2021 und erhöhen zum 1. April 2021 die Kreditobergrenzen. Dies haben die Bundesminister Scholz und Altmaier heute bekanntgegeben.

Das KfW-Sonderprogramm ist am 23. März 2020 gestartet und hat in einem Jahr Unternehmensfinanzierungen in Höhe von insgesamt 49 Milliarden Euro zur Abfederung der Corona-Krise vergeben, vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen, so die Minister.

Die Änderungen im Überblick:

1. KfW-Sonderprogramm inklusive des KfW-Schnellkredits wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert; bislang war es bis zum 30. Juni 2021 befristet.

2. Im KfW-Sonderprogramm stehen Unternehmen künftig deutlich höhere maximale Kreditbeträge für Kleinbeihilfen zur Verfügung.

Im KfW-Schnellkredit betragen die Kreditobergrenzen künftig

  • für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten 1,8 Mio. Euro (bisher 800.000 Euro),
  • für Unternehmen mit über zehn bis 50 Beschäftigten 1,125 Mio. Euro (bisher 500.000 Euro),
  • für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 675.000 Euro (bisher 300.000 Euro).

Die maximale Kreditobergrenze je Unternehmensgruppe von 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 wird beibehalten.

Im KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit mit Laufzeiten von mehr als 6 Jahren werden die Kreditobergrenze von bisher 800.000 Euro auf 1,8 Millionen Euro erhöht.

3. Die Maßnahmen werden von der KfW zum 1. April 2021 umgesetzt.

Die KfW-Corona-Hilfe steht Unternehmen zur Verfügung, die den Vorgaben des „Temporary Framework“ entsprechend nachweislich vor Ausbruch der Corona-Krise noch nicht in Schwierigkeiten waren. Eine Finanzierung von Unternehmen in Schwierigkeiten oder ohne tragfähiges Geschäftsmodell ist ausgeschlossen.

(KfW / STB Web)

Artikel vom: 25.03.2021

22.03.21 | Härtefallhilfen als Ergänzung zu den bisherigen Unternehmenshilfen beschlossen

Bund und Länder haben sich am 18. März 2021 auf die Ausgestaltung von Härtefallhilfen geeinigt. Diese ergänzen die bisherigen Unternehmenshilfen.

Die Härtefallhilfen sollen es den Ländern ermöglichen, diejenigen Unternehmen zu unterstützen, die aufgrund von speziellen Fallkonstellationen unter den bestehenden umfassenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern nicht berücksichtigt sind, deren wirtschaftliche Existenz aber infolge der Corona-Pandemie bedroht wird.

Höhe und Förderzeitraum

Die Höhe der Unterstützungsleistung orientiert sich grundsätzlich an den förderfähigen Tatbeständen der bisherigen Unternehmenshilfen des Bundes, d. h. insbesondere an den förderfähigen Fixkosten. Die Härtefallhilfe sollte im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen. Der Förderzeitraum ist der 1. März 2020 bis 30. Juni 2021.

Antragsberechtigung

Zugang zu den Härtefallhilfen haben grundsätzlich Unternehmen und Selbstständige. Das jeweilige Bundesland legt die zu erbringenden Angaben zur Antragsberechtigung des Antragstellenden in Anlehnung an die Überbrückungshilfen III fest. Die Angaben umfassen ablehnende Bescheide bisheriger Förderanträge bzw. die Darlegung der Gründe für die fehlende Antragsberechtigung in den bestehenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern.

Antragstellung und -bewilligung

Die Antragstellung erfolgt bei den Ländern und grundsätzlich über „prüfende Dritte“, also beispielsweise über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Die zuständige Bewilligungsstelle der Länder entscheidet über die Art und Höhe der Hilfe in eigener Regie unter Billigkeitsgesichtspunkten im Rahmen der verfügbaren Mittel. Jedes Land richtet dazu einen geeigneten Entscheidungsmechanismus, beispielsweise eine „Härtefallkommission“ ein. Die Bewilligung durch die zuständigen Stellen muss beihilferechtskonform erfolgen.

(BMF / STB Web)

Artikel vom: 22.03.2021

16.03.21 | 30 Prozent der jungen Selbständigen mit Existenzsorgen

Junge Selbstständige, die erst kurze Zeit am Markt sind, leiden unter der Corona-Krise besonders stark. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von KfW Research in Kooperation mit der Gründerplattform.

Seit Ausbruch der Krise haben 40 Prozent der befragten Selbstständigen mehr als die Hälfte ihrer Umsätze verloren. Aufgrund der coronabedingten Einbußen halten es 30 Prozent der Befragten mindestens für wahrscheinlich ihre berufliche Selbstständigkeit aufgeben zu müssen. Ebenso viele mussten aufgrund der Krisenauswirkungen ihren Lebensstandard sehr stark einschränken. Anders als im etablierten Mittelstand, hat die Krise bei den jungen Selbstständigen für Frauen häufiger negative Auswirkungen.

Kontaktbeschränkungen und Kundenzurückhaltung

Die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung treffen die jungen Selbstständigen unterschiedlich hart. Knapp die Hälfte (49 Prozent) gibt an, dass für sie die offiziellen Kontaktbeschränkungen geschäftlich besonders gravierende Folgen haben. Für 41 Prozent ist außerdem eine „freiwillige“ Kundenzurückhaltung, etwa wegen Ansteckungssorgen, problematisch. Ein Drittel der jungen Selbstständigen sind von angeordneten Betriebsschließungen besonders betroffen.

Markanter Unterschied zwischen Männern und Frauen

Es zeigt sich dabei ein markanter Unterschied zwischen Männern und Frauen: für 41 Prozent der selbstständigen Frauen waren „Shutdowns“ besonders geschäftsschädigend, aber nur für 27 Prozent der Männer. Dieser Unterschied ist vor allem durch die Branchenstruktur zu erklären. Die antwortenden Frauen sind häufiger in Branchen aktiv, die von coronabedingten Einschränkungen stärker betroffen sind, wie etwa die Gastronomie, das Gesundheits- und Sozialwesen sowie das Kunst-, Kultur- und Kreativgewerbe. Hingegen hatten Eindämmungsmaßnahmen beispielsweise auf den IT-Sektor mit seinem hohen Männeranteil kaum Auswirkungen.

(KfW / STB Web)

Artikel vom: 16.03.2021

Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

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