Väter betreuen öfter kranke Kinder

Die Väter in Deutschland beteiligen sich laut KKH Krankenkasse zunehmend an der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder. So nahmen sich zuletzt mehr berufstätige Männer frei, um ihren kranken Nachwuchs zu Hause zu versorgen.

Im vergangenen Jahr waren es zu 22 Prozent die Väter, die bei der KKH Kinderkrankengeld beantragten. Zehn Jahre zuvor waren gerade einmal neun Prozent der Familienväter zu Hause geblieben, um ein erkranktes Kind zu pflegen. Vor allem in den östlichen Bundesländern kümmern sich laut KKH-Daten mehr Männer um ihre kranken Kinder als im Westen.

Regionale Unterschiede sichtbar

Spitzenreiter im ersten Halbjahr 2020 sind die Väter in Sachsen mit einem 29-Prozent-Anteil, gefolgt von Brandenburg und Thüringen mit jeweils rund 24 Prozent. Auf dem letzten Platz rangieren mit rund 18 Prozent die Väter aus dem Saarland und aus Nordrhein-Westfalen. Auch in Baden-Württemberg ist der Anteil der Väter, die sich für ihren kranken Nachwuchs freinehmen, mit 19 Prozent vergleichsweise gering.

Mehr Betreuungstage in der Corona-Krise

Aufgrund der Corona-Krise stehen gesetzlich versicherten Eltern derzeit mehr Tage zur Betreuung eines erkrankten Kindes zur Verfügung. Bisher konnten sich zusammenlebende Mütter und Väter jeweils bis zu zehn Tage (aktuell 15) und Alleinerziehende bis zu 20 Tage (aktuell 30) unentgeltlich von der Arbeit befreien lassen. Dafür erhalten sie von den gesetzlichen Krankenkassen Kinderkrankengeld, sofern der Arbeitgeber in dieser Zeit kein Gehalt zahlt, das Kind unter zwölf Jahre alt ist und der Arzt eine Erkrankung sowie die notwendige Betreuung bescheinigt.

(KKH / STB Web)

Artikel vom: 10.11.2020