Betriebliche Altersvorsorge

Die Leistungsniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung und die gesetzliche Mindestverzinsung in den Produkten der Versicherungswirtschaft sinken stetig. Daher kommt der betrieblichen Altersversorgung mit ihren vielfältigen Ausgestaltungsformen eine bedeutende Rolle im Angebot der Nebenleistungen der Arbeitgeber zu. Sie gewinnt als Mittel zur Rekrutierung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung.
altersvorsorge C
Es gibt dabei vielfältige Wege, eine betriebliche Altersversorgung auszugestalten, so dass das Zusammenspiel von personalpolitischen und lohnsteuerlichen Aspekten optimiert wird. Hierzu gehören neben einer Direktzusage, Unterstützungskassen, Direktversicherungen, Pensionskassen oder Pensionsfonds.

Wir von Kalthoff & Kollegen beraten Sie in allen Fragen der betrieblichen Altersversorgung und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam ein auf Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter abgestimmtes Konzept zur betrieblichen Altersvorsorge unter Berücksichtigung rechtlicher, steuerlicher und betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte.

Unsere Beratungsschwerpunkte im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge
  • Arbeitsrechtliche und steuerliche Optimierung neuer und bestehender Zusagen
  • Alterssicherung von Gesellschafter-Geschäftsführern
  • Gehaltsumwandlung in betriebliche Altersversorgung
  • Prüfung wirtschaftlicher und rechtlicher Risiken bei bestehenden Versorgungszusagen
Karsten Kalthoff

Ihr Ansprechpartner:
Karsten Kalthoff
Steuerberater
Geprüfter Bilanzbuchhalter (IHK)

Telefon: 0281 / 33 99 33
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 
Darius Gevelhoff

Ihr Ansprechpartner:
Darius Gevelhoff
Certified Financial Planner®
Testamentsvollstrecker (EBS)
Fachberater betriebliche Altersvorsorge

Telefon: 0281 / 33 99 33
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Arbeitsrechtliche und steuerliche Optimierung neuer und bestehender Zusagen

Für die betriebliche Altersvorsorge gibt es mit der Direktversicherung, Pensionskassen, Unterstützungskassen, Direktzusagen und Pensionsfonds verschiedene Durchführungswege. Diese Durchführungswege unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Möglichkeiten zur Gestaltung und Optimierung, den Anlagevorschriften sowie in der arbeitsrechtlichen sozialrechtlichen und steuerrechtlichen Behandlung. Nicht alle Durchführungswege sind für jedes Unternehmen gleich gut geeignet.

Bereits vorhandene Konzepte sollten von Zeit zu Zeit geprüft und bei Bedarf angepasst werden, um dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern Sicherheit für die Zukunft zu geben. Beispiele für derartige Anpassungen sind inhaltlichen Veränderungen von Versorgungsplänen oder die Zusammenlegung unterschiedlicher Pläne zu einem einheitlichen System (Harmonisierung). Alternativ kommen auch Projekte zur bilanziellen Auslagerung auf einen Pensionsfonds oder in Form eines Treuhandmodells (CTA - Contractual Trust Arrangement) in Betracht.

Ein Optimierungsbedarf bereits bestehender Versorgungszusagen ergibt sich meist durch veränderte inhaltliche Vorstellungen des Unternehmens, geänderte gesetzliche Anforderungen, die aktuelle Rechtsprechung oder aus bilanziellen bzw. steuerlichen Gründen.

Wir von Kalthoff & Kollegen beraten und begleiten unsere Mandanten bei der bei der Optimierung neuer und bestehender Versorgungssysteme. Wir beraten dabei produktunabhängig. Dies ist ein klarer Vorteil für unsere Mandanten, vor allem wenn es darum geht, die Vor- und Nachteile verschiedener Lösungen aus betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Gesichtspunkten aufzuzeigen.

Um eine umfassende, interdisziplinäre Beratung aus einer Hand zu ermöglichen, kooperieren wir mit unterschiedlichen externen Experten für die betriebliche Altersvorsorge.

Alterssicherung von Gesellschafter-Geschäftsführern

Die Alterssicherung ist ein wichtiges Thema für Gesellschafter-Geschäftsführer. In vielen Fällen sind geschäftsführende Gesellschafter nicht sozialversicherungspflichtig. Es besteht daher die Notwendigkeit nicht nur für den Krankheits- und den Todesfall vorzusorgen, sondern auch für das Alter, wenn der heutige Lebensstandard auch im Alter gehalten werden soll.

Die unmittelbare Pensionszusage ist weiterhin die bedeutendste Variante für die betriebliche Alterssicherung von Gesellschafter-Geschäftsführern. Dabei wird allgemein vermutet, dass noch nicht einmal die Hälfte der Fälle mit entsprechendem Kapital gegenfinanziert ist. Dies gleicht einer tickenden Zeitbombe sowohl für die Unternehmen als auch für die Gesellschafter-Geschäftsführer.

Besonders kritisch wird diese Form der Alterssicherung, wenn die Regelung der Nachfolge ansteht und sich die Nachfolger (Kinder oder Unternehmenskäufer) weigern, die bestehenden Pensionsverpflichtungen gegenüber dem bisherigen Gesellschafter-Geschäftsführer und die damit verbundenen Versorgungsrisiken zu übernehmen.

Wir von Kalthoff & Kollegen beraten Sie als Gesellschafter-Geschäftsführer bei der optimierten Ausgestaltung Ihrer Alterssicherung sowohl im Vorfeld als auch im Rahmen der Nachfolgeregelung.

Gehaltsumwandlung in betriebliche Altersversorgung

Jeder festangestellte Arbeitnehmer in Deutschland hat das Recht, von seinem Arbeitgeber eine betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung zu verlangen. Welchen Durchführungsweg, also welche Variante ein Unternehmen anbietet, bleibt ihm selbst überlassen.

Das Procedere ähnelt bei allen Durchführungswegen. Der Arbeitgeber überweist den „Sparbetrag“ direkt aus dem Bruttogehalt an die „zuständige“ Stelle - beispielsweise an eine Direktversicherung (sog. „Entgeltumwandlung“).

Durch eine Entgeltumwandlung sparen sowohl das Unternehmen als auch der Mitarbeiter. Es entfallen auf diese Beitragsleistungen für die betriebliche Altersversorgung die Sozialabgaben (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) als auch die Lohnsteuer. Viele Arbeitgeber geben ihre Sozialversicherungsersparnis durch gewährte Beitragszuschüsse an die Arbeitnehmer weiter.

Allerdings verringert sich durch den Kunstgriff einer Entgeltumwandlung die Höhe der späteren gesetzlichen Rentenansprüche. Da auf den umgewandelten Teil des Gehalts keine Rentenbeiträge erhoben werden, schrumpfen die Ansprüche gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung. Hier lohnt es sich nachzurechnen, da Betriebsrenten im Alter voll versteuert werden müssen und auf sie Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung in voller Höhe und nicht nur mit einem ermäßigten Satz erhoben werden.

Die Erleichterung der Vorsorge für das Alter durch eine betriebliche Altersversorgung ist ein sinnvoller Ansatz. Für Arbeitgeber können sich allerdings unerwartete Haftungsfallen ergeben, da sie gemäß Betriebsrentengesetz für die Erfüllung der zugesagten Versorgungsleistungen haften. Sofern der ausgewählte Versicherer wegen Insolvenz die Versicherungsleitungen nicht mehr erbringen kann, ist vorgesehen, dass der Arbeitgeber hierfür aufkommt. Daher ist es für den Arbeitgeber wichtig im Rahmen der arbeitsrechtlichen Gestaltung auf Haftungsrisiken einzugehen.

Wir von Kalthoff & Kollegen unterstützen Sie zusammen mit spezialisierten Experten aus unserem Netzwerk, ein für Ihr Unternehmen optimiertes Konzept für Gehaltsumwandlungen in betriebliche Altersversorgung zu etablieren, bei der wirtschaftliche und innerbetriebliche Zielvorstellungen, Risikoaspekte sowie rechtliche und steuerliche Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

Prüfung wirtschaftlicher und rechtlicher Risiken bei bestehenden Versorgungszusagen

Unternehmen stehen immer wieder vor der Anforderung, vorhandene betriebliche Versorgungszusagen auf etwaige wirtschaftliche und rechtliche Risiken prüfen zu müssen:
  • Betriebsinterne Konzepte können sich als nicht mehr zeitgemäß erweisen, da sich z.B. die inhaltlichen Vorstellungen des Unternehmens geändert haben, beim damaligen Abschluss von Direktversicherungen standardisierte Verträge verwendet wurden und keinerlei betriebswirtschaftliche Optimierung stattfand, neue gesetzliche Anforderungen oder die aktuelle Rechtsprechung zu berücksichtigen sind oder aus sonstigen bilanziellen bzw. steuerlichen Gründen.
  • Wenn neue Mitarbeiter mit einer Direktversicherung vom Vorarbeitgeber in Ihr Unternehmen eintreten, haben Sie eine Wahlmöglichkeit: Entweder übernehmen Sie das in der Versicherung des Altarbeitgebers angesammelte Guthaben und zahlen dies im Wege einer Deckungskapitalübertragung bei Ihrem Hausversicherer ein. Das ist für Sie risikoarm, aber für den Angestellten mit hohen Verlusten verbunden (u.a. wegen gesunkener Garantieverzinsungen und neuer Unisextarife). Oder Sie übernehmen als neuer Arbeitgeber die bestehende Versicherung als Versicherungsnehmer und führen sie unverändert weiter. Dies ist für den Mitarbeiter die beste Lösung, für Sie als Arbeitgeber die risikoreichere Variante, da dem Altvertrag erhebliche wirtschaftliche und rechtliche Risiken zugrunde liegen können.
Wir empfehlen daher unseren Mandanten sowohl eine Überprüfung und Optimierung bestehender Versorgungszusagen aus dem eigenen Hause wie auch bei der gewünschten Übernahme von Direktversicherungen bei Neueinstellungen.

Eine systematische Risikoüberprüfung, zeigt Ihnen bei Neueinstellungen, ob bestehende Versorgungszusagen unverändert fortgeführt werden sollten, oder ob Änderungen ratsam sind. Ihre neuen Mitarbeiter haben dann im Übrigen die Wahl zwischen der oben genannten Deckungskapitalübertragung oder einer privaten Weiterführung der alten Direktversicherung. Ferner kann der Mitarbeiter ggf. den Altvertrag ruhen lassen.