Umfrage: Zahlungsmoral zum Jahresende 2017 weiter verbessert

Zum Jahresende berichten 66 Prozent der Inkassounternehmen, dass Rechnungen genauso gut bezahlt werden wie noch Anfang 2017. 23 Prozent melden sogar, dass die Zahlungsmoral der Verbraucher und der Unternehmen erneut besser geworden ist. Dazu hat der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) seine 560 Mitgliedsfirmen befragt.

Grund für den erfreulichen Trend ist ein Dreiklang aus guter Konjunktur, geringer Arbeitslosigkeit und einem investitionsfreundlichen Finanzierungklima, das von niedrigen Zinsen geprägt ist. Parallel zur Aufwärtsbewegung bei der Zahlungsmoral schmilzt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ab. Deren Rückgang setzt sich weiter fort - bis Ende 2017 rechnen die Inkassounternehmen mit rund 20.500 Verfahren (2016: 21.518). Nächstes Jahr könnten die Pleiten laut BDIU-Prognose sogar unter die 20.000er-Marke fallen, zum ersten Mal seit 1994.

Der Zahlungsmoral-Trend ist weiter positiv. Auch für 2018 erwarten 77 Prozent der Inkassounternehmen eine unverändert gute Rechnungstreue. Dennoch gibt esnach wie vor Problemkunden, vor allem im Online- und Versandhandel. Dazu kommen Energieversorger, das Handwerk, Betreiber von Fitnessstudios und Vermieter.

Hauptgrund, warum Verbraucher Rechnungen derzeit nicht wie vereinbart begleichen, ist Überschuldung. 76 Prozent der Inkassounternehmen melden das. Besonders oft stellen die Inkassofirmen aber auch ein unkontrolliertes Konsumverhalten (66 Prozent) sowie ein vorsätzliches Nichteinhalten von Zahlungsverpflichtungen (48 Prozent) als Ursache fest, warum Unternehmen auf das ihnen zustehende Geld von Verbrauchern warten müssen. Kaum Probleme hat derzeit dagegen der Groß- und Außenhandel (3 Prozent).

(BDIU / STB Web)

Artikel vom: 05.12.2017