Die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) gelten auch für Vermieter, sogar wenn es sich um eine Privatvermietung durch Freiberufler oder Selbstständige handelt.

Vermieter lassen Daten erheben und verarbeiten. Dies ist beispielsweise bei der Inanspruchnahme von Hausverwaltung oder dem Ablesen von Zählern für die Nebenkostenabrechnung der Fall. Die Dienstleister müssen bescheinigen können, dass die Daten auf einem Server in der EU gespeichert werden und sich vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Ab dem 25. Mai 2018 soll mit der DSGVO erstmals ein einheitliches Datenschutzrecht gelten. Eigentlich zielt das Gesetz vor allem auf die Konzerne wie Google oder Facebook, die zahlreiche Daten ihrer Kunden sammeln. Doch auch Privatvermieter sind betroffen zukünftig müssen sie:

-        Die Daten sicher speichern

-        Angeben, was mit den Angaben passiert

-        Dokumentieren, wer Zugriff auf die Daten hat

-        Dem Mieter auf Wunsch Auskunft über die erhobenen Daten und ihre Weitergabe geben

Vermieter müssen bei der Nutzung von Dienstleistungen in diesem Zusammenhang auch sicherstellen, dass auch der Dienstleister nach der DSGVO handelt. Zudem müssen sie beachten, welche Daten erhoben werden dürfen und welche nicht. So ist im Rahmen der Selbstauskunft bei Wohnungsinteressenten zwar die Angabe zum Einkommen nach wie vor erlaubt, Religion oder geschlechtliche Orientierung dürfen hingegen nicht gespeichert werden. Gleiches gilt auch für personenbezogene Daten von Mietinteressenten, mit denen kein Mietvertrag zustande kommen ist. Es sei denn, diese haben schriftlich zugestimmt.

YouGOV-Umfrage deckt Zweifel von Nutzern auf

In einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov waren fast alle Befragten der Meinung, dass der Schutz der persönlichen Daten besonders wichtig sei. Nur rund die Hälfte ist allerdings der Meinung, dass die persönlichen Informationen ausreichend geschützt sind. Der gleiche Anteil der Befragten ist hingegen der Meinung keine Kontrolle über ihre Daten im Internet zu besitzen. Dennoch wissen nur 15 % der Befragten von der DSGVO.

Unternehmer sind in den meisten Fällen besser aufgeklärt. Dennoch erfüllt rund die Hälfte der Apps im Google Play Store die Anforderungen nicht. Zudem ist nur ein Drittel der Unternehmen in Deutschland der Meinung, die Anforderungen de DS-GVO bis zum Stichtag zu erfüllen. Vor allem Kleinunternehmer und Selbstständige haben sich mit diesem Thema oft noch nicht ausreichend befasst. 13 % der befragten Unternehmen gibt sogar an, sich bewusst nicht mit dem Thema beschäftigen zu wollen. Insgesamt haben 38 % der Unternehmen sich noch nicht mit der DSGVO befasst. Die Strafen für Verstöße sind allerdings hoch und können bis zu 4 % des Jahresumsatzes betragen.

Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

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