Eine Studie des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.100 Internetnutzern ab 14 Jahren bestätigt die wachsende Beliebtheit des Online-Shoppings. Inzwischen kaufen Deutsche sogar lieber im Internet als im Laden ein.

96 % der Befragten haben innerhalb der letzten 12 Monate online eingekauft. Jeder dritte Befragte kauft lieber online, 46 Prozent haben keine klare Präferenz und nur noch 21 Prozent gehen lieber ins Ladengeschäft. Die Bevorzugung des Online-Shoppings ist dabei altersabhängig. Unter den 14- bis 29-Jähringen kaufen 35 % lieber online ein, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 37 Prozent, während 20 bzw. 16 Prozent den stationären Einkauf bevorzugen.

Laut Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder liegt die wachsende Beleibtheit an verschiedenen Vorteilen des Online-Shoppings. Kurze Lieferzeiten bei bequemer Lieferung und ein hoher Verbraucherschutz tragen dazu genauso bei wie transparente Preise und größere Produktauswahl.

Smartphone-Shopping immer beliebter

Dabei nimmt auch das Smartphone eine immer größere Rolle ein. Noch 2014 tätigte nur jeder Fünfte Einkäufe mit dem Handy, inzwischen hat sich der Anteil mit 46 Prozent mehr als verdoppelt. Vor allem unter den jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren ist der Anteil mit 3 von 4 Befragten sehr hoch, zudem nutzt ein Drittel sein Tablet zum Einkaufen. 9 von 10 derjenigen, die mit dem Smartphone einkaufen, nutzen ihr mobiles Endgerät zudem auch um Kaufanregungen zu holen oder ein bestimmtes Produkt zu recherchieren. Dabei lesen 84 % Produktbewertungen. 87 % vergleichen zudem Preis über das Smartphone.

Fehlerfreiheit des Shops für Conversion wichtig

Fast 80 Prozent der Befragten gaben an, dass es bereits zu einem Kaufabbruch am Smartphone gekommen ist. Zu den Gründen, die zum Kaufabbruch führten, zählen:

-        Schlechte Internetverbindung (49 %)

-        Schwierigkeiten beim Bezahlvorgang (43 %)

-        Wenig nutzerfreundliche Webseite (42 %)

-        Bevorzugte Bezahlmöglichkeit nicht nutzbar (37 %)

-        Nicht genug Vertrauen in Anbieter (32 %)

-        Fehler auf der Webseite (32 %)

Für Shopbetreiber lässt sich daraus ableiten, dass es wichtig ist, den Online-Shop fehlerfrei zu gestalten und darauf zu achten, dass dieser möglichst nutzerfreundlich ist, um zu verhindern, dass potenzielle Kunden den Kauf abrechen.

Social Media und Produktbewertungen immer wichtiger

Auch die Soziale Netzwerke wirken sich zunehmend auf Kaufentscheidungen aus. So geben zwei Drittel der 943 Befragten, die Soziale Netzwerke nutzen (943) an, dass sie dort schon mal eine Kaufanregung bekommen haben, wegen der sie ein Produkt gekauft haben. Dabei ist der Anteil unter den 14- bis 29 Jährigen mit 83 Prozent sehr hoch.

Die Quelle der Kaufanregung ist meist der Freundes- oder Bekanntenkreis mit 45 Prozent, gefolgt von Unternehmen mit 41 Prozent und Social Influencer, Blogger oder YouTuber mit 39 Prozent. Social Influencer sind mit 54 % bei den 14 bis 29-Jährigen allerdings sogar häufiger als die Familie.

Allerdings wird Social Media für Konsumenten auch unabhängig von konkreten Kaufempfehlungen wichtiger. 72 Prozent sind der Meinung, dass ein Social-Media-Auftritt für Händler dazugehört und 39 Prozent gehen davon aus, dass die Bindung zur Marke, Hersteller oder Shop dadurch gestärkt wird.

Wichtiger werden dabei auch die in sozialen Netzwerken veröffentlichten Produktbewertungen wie Hinweise in den Kommentarspalten von Hersteller- oder Produktseiten oder unter Erfahrungsberichten von Freunden oder Social Influencern. Jeder dritte Befragte hält derartige Bewertungen für genauso wertvoll wie Empfehlungen aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis. 38 Prozent verfassen sie selbst.

Rohleder ist der Meinung, dass Kunden soziale Netzwerke immer häufiger als Informationsquelle nutzen, die kaufentscheidend sein kann. Transparente Bewertungen könnten aber auch von Online-Shops genutzt werden, um als eine Art Wegweiser zu fungieren und zudem auch das Vertrauen von potenziellen Neukunden zu gewinnen.

Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

Ihr Ansprechpartner:
Denis Broll
Diplom Ökonom
Steuerberater

Telefon: 0281 / 33 99 33
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!