Laut einer Studie der Postbank tätigen Deutsche durchschnittlich 26 % ihrer Einkäufe online. 20 Prozent der Deutschen erledigt sogar mehr als die Hälfte der Besorgungen online und nur sieben Prozent kaufen gar nicht online. Für die Digitalstudie „Der digitale Deutsche 2017“ der Postbank wurden fast 4.000 Deutsche befragt. Zum dritten Mal untersucht die Postbank, wie sich Verhalten und Bedürfnisse durch die Digitalisierung verändern.

Keine großen Unterschiede bei der Altersstruktur

Nach Dr. Thomas Mangel, Chief Digital Officer bei der Postbank, handelt es sich um einen altersübergreifenden Trend. Demnach gibt es regional deutlichere Unterschiede als bei den Altersklassen. Während die Digital Natives von 18 bis 34 Jahren zu einem Drittel ihrer Einkäufe online erledigen, sind es bei den Digital Immigrants ab 35 Jahren immer noch ein knappes Viertel. Demgegenüber erledigen die Hessen bis zu 30 % der Einkäufe online, während in Hamburg und Schleswig-Holstein nur 22 % der Besorgungen im Internet gemacht werden.

Interessanterweise lässt sich die unterschiedliche Verteilung allerdings nicht mit dem Warenangebot vor Ort begründen. In Großstädten wird besonders viel online gekauft. Frankfurt am Main ist mit 36 % der Besorgungen Spitzenreiter, gefolgt von Leipzig mit 30 %.Auch Berliner, Münchener und Dortmunder liegen über dem Bundesdurchschnitt von 26 %.

Internetnutzung mit Auswirkungen auf Häufigkeit des Online-Shoppings?

Möglicherweise hängt die Intensität der Internetnutzung mit der Häufigkeit des Online-Shoppings zusammen. Hessen sind auch Spitzenreiter bei der Internetnutzung und verbringen durchschnittliche 47 Stunden in der Woche im Netz, während der Durchschnitt bei 43 Stunden wöchentlich liegt. Auch hier sind die Frankfurter mit 62 Wochenstunden Spitzenreiter.

Die Internetnutzung mit dem Smartphone hat ebenfalls stark zugenommen. 70 Prozent der Deutschen nutzen Internet auch über das Handy. Laut Mangel könnte dies große Bedeutung für Unternehmen haben. Großstadtbewohner würden inzwischen an Geschäften vorbeilaufen und dabei im Internet einkaufen. Auch würden viele Kunden das Angebot im Geschäft mit dem im Internet abgleichen, um die größtmögliche Auswahl zu erlangen. Zur Einkaufswelt vor Ort gehört seiner Meinung nach deswegen in der Zukunft dringend das Online-Angebot.

Manche Artikel werden bereits bevorzugt online gekauft

Deutsche kaufen manche Artikel deutlich lieber im Internet als andere. So wird Unterhaltungselektronik, CDs, DVDs, Bücher und Spiele sowie Elektro- und Haushaltsgeräte von vielen Deutschen lieber online erworben. Gerade zum Jahresende werden die Online-Käufe laut Mangel noch einmal deutlich ansteigern. Für Bekleidung und Schuhe sind Online-Shops inzwischen für 40 % der Deutschen die bevorzugte Quelle. Anders ist dies bei Lebensmitteln, Drogerieartikeln, Gesundheitsartikel, Medizin und Möbel, die deutlich lieber im Geschäft vor Ort gekauft werden.

Postbank-Experte Mangel geht allerdings davon aus, „dass sich der Online-Einkauf weiter stark entwickelt“. Als Gründe sieht er die immer intelligentere Personalisierung von Angeboten in Online-Shops sowie Test- und Vergleichsportale und die gegenseitige Produktempfehlung unter Kunden.
Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

Ihr Ansprechpartner:
Denis Broll
Diplom Ökonom
Steuerberater

Telefon: 0281 / 33 99 33
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!