Innerhalb der letzten zwölf Monate ist jeder zweite deutsche Internetnutzer Opfer von Cybercrime geworden. Das hat eine repräsentative Befragung von 1.017 Internetnutzern mit mindestens 14 Jahren ergeben, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde. Zudem geht kaum ein Geschädigter gegen die Täter vor.

Die Möglichkeiten, Opfer von Cybercrime zu werden, sind dabei sehr zahlreich. Bei der Befragung durch Bitkom wurden die folgenden Delikte genannt:

-        Infizierung des Computers mit Viren oder anderer Malware (43 %)

-        Diebstahl von Zugangsdaten zu Online Diensten,
         darunter auch Online-Shops  (19 %)

-        Illegale Nutzung persönlicher Daten (18 %)

-        Betrug während Online-Shopping oder Online-Banking (15 %)

-        Massive Beleidigungen (8 %)

-        Sexuelle Belästigung (5 %)

Finanzieller Schaden häufig

In mehr als jedem zweiten Fall (54 %) von Cybercrime ist zudem ein finanzieller Schaden entstanden. Dabei handelt es sich allerdings nicht immer um einen Vorteil für den Kriminellen. So haben 28 % einen Reparaturdienst genutzt und 23 % eine Hard- oder Software gekauft, weitere 8 % haben einen Anwalt eingeschaltet. 16 % der Geschädigten haben einen Schaden erlitten, weil bezahlte Waren nie angekommen sind oder sie für privat verkaufte Ware kein Geld erhalten haben und 4 % mussten fremde finanzielle Transaktionen auf ihrem Konto oder ihrer Kreditkarte registrieren.

Nur wenig Gegenwehr der Opfer

Fast zwei Drittel der Geschädigten geben an, nichts auf die Vorfälle unternommen zu haben. Immer ein knappes Fünftel (18 %) erstatteten Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft, 16 % wandten sich zudem an die Betreiber der Plattformen oder Netzwerke. Beratungsstellen wie die Verbraucherzentralen wurden von 11 % eingeschaltet, weitere 5 % haben eine öffentliche Stelle informiert.

Möglichkeiten des Schutzes

Nach Bitkom-Präsidiumsmitglied Winfried Holz werden Kriminelle durch „die zunehmende Vernetzung und die verbreitete Nutzung digitaler Technologien“ angelockt. Er empfiehlt Internetnutzern, sich zum einen technisch mit Virenscannern und Firewalls zu schützen, zugleich jedoch auch ihr Wissen über mögliche Angriffe und Schutzmöglichkeiten zu informieren.

Versicherungen gegen finanzielle Schäden durch Cybercrime sind hingegen derzeit nur bei wenigen der Befragten beliebt. Nur 6 % würden eine solche Police auf jeden Fall abschließen oder besitzen bereits eine entsprechende Versicherung. 13 % können sich einen Abschluss immerhin vorstellen. Ein Viertel der Befragten kann sich das hingegen nicht vorstellen, für mehr als die Hälfte (52 %) kommt dies gar nicht infrage.
Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

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