Das Statistische Bundesamt hat in einer Pressemitteilung vom 06. 09. 2017 mitgeteilt, dass 2016 rund 11 Prozent der Vollzeiterwebstätigen gewöhnlich mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiteten, was als überlange Arbeitszeit gilt. Anlässlich der Pressekonferenz „Qualität der Arbeit- Geld verdienen und was sonst noch zählt“ in Berlin schlüsselte das Statistische Bundesamt Arbeitszeit, Arbeitstempo und Qualifikation genauer auf.

Überlanges Arbeiten für Selbstständige und Führungskräfte beinahe normal

Demnach sind mit 14 % vor allem ältere Arbeitnehmer von überlangen Arbeitszeiten betroffen, während nur 2 % der Vollzeiterwerbstätigen zwischen 15 und 24 Jahren gewöhnlich mehr als 48 Stunden wöchentlich arbeiten. Erklärbar ist dies damit, dass Führungskräfte deutlich häufiger von überlangen Arbeitszeiten betroffen sind und diese üblicherweise eher in höheren Altersgruppen zu finden sind. Für viele Selbstständige sind lange Arbeitszeiten normal. Mit 51 % gibt mehr als die Hälfte an, gewöhnlich mehr als 48 Stunden in der Woche zu arbeiten, während es bei Arbeitnehme*innen in Vollzeit lediglich 6 % sind.

Zudem sind im Jahr 2015 mehr als 40 % der Erwerbstätigen einer hohen Arbeitsintensität ausgesetzt. Auch hier sind Führungskräfte (54 %) zusammen mit Anlagen- und Maschinenbedienung (56 %) und Handwerksberufen (52 %) häufiger Termindruck und hohem Arbeitstempo ausgesetzt. Frauen sind mit 36 % weniger betroffen als Männer mit 44 %.

Berufe mit hoher Qualifikation häufiger

Ungebrochen ist zudem der Trend zu Berufen, die eine hohe Qualifikation voraussetzen. Noch 1996 hat der Anteil bei 37 % gelegen, 2016 sind es 45 %. Zu den hoch Qualifizierten zählen neben Führungskräften auch Fachkräfte im Technik- oder Gesundheitsbereich und Akademiker*innen. Hier haben Frauen die Nase vorne: 2016 fanden sich mit 47 % der Frauen mehr erwerbstätige Frauen in solchen Berufen als Männer (42 %). Grund für den Unterschied ist der höhere Frauenanteil beim Lehrerberuf sowie bei Berufen der medizinischen und technischen Assistenz.
Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

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