Zum 1. Februar 2017 stieg die Umzugskostenpauschale für einen beruflich bedingten Wohnungswechsel.

Anstatt wie bislang 746 Euro für Ledige und 1.493 Euro für Ehe- und Lebenspartner, beträgt der Pauschbetrag für Umzugskosten ohne Nachweis nun 764 Euro und 1.528 Euro. Für Kinder und andere Personen (Verwandte, Verschwägerte, Hausangestellte), die zur häuslichen Gemeinschaft gehören, steigt die Pauschale ab März 2017 von 329 auf 337 Euro.

Umzugsbedingte Unterrichtskosten können zudem je Kind bis zu einer Höhe von 1.926 EUR abgesetzt werden (zuvor 1.882 Euro). Abzugsfähig sind dabei bis zu 40 % des Endgrundgehaltes der Besoldungsgruppe A 12 des Bundesbesoldungsgesetzes, davon bis zu 50 % in voller Höhe und darüber hinausgehend Aufwendungen bis zu drei Vierteln.

Sonstige Umzugskosten ohne Pauschale absetzen

Sonstige Umzugsauslagen in nachgewiesener Höhe sind natürlich alternativ ebenso absetzbar. Hierunter fallen:

-        Trinkgelder für Umzugspersonal
-        Renovierungskosten der alten Wohnung
-        Anzeigen zur Wohnungssuche
-        Auslagen für das Umschreiben von Personalausweisen und Pkws
         einschließlich Anschaffen und Anbringen der amtlichen Kennzeichen
-        Abbau- und Anschlusskosten von Herden, Öfen und
         wiederverwendeten hauswirtschaftlichen Geräten
-        Anschluss und Übernahme von Fernsprechanschlüssen
-        Notwendige Anschaffung von Vorhängen, Vorhangstangen, Rollos, usw.
-        Aufwendungen für Elektrokochgeschirr bei
         unvermeidbarem Übergang auf elektrische Kochart

Renovierungsaufwendungen für privat genutzte Räume sind hingegen nicht erstattungsfähig.

Diese Umzugskosten sind abzugsfähig:

Nach wie vor bleibt natürlich auch die Möglichkeit bestehen, weitere Umzugskosten unabhängig von der Pauschale abzusetzen. Dies ist bei den folgenden Kosten möglich:

-        Beförderungsauslagen inklusive Autobahnmaut und Transportversicherung
-        Reisekosten zum neuen Wohnort, auch zur Suche und Besichtigung der
         neuen Wohnung
-        Wohnungsvermittlungsgebühren, auch für die Garage
-        Mietentschädigung bei 2 Mietverhältnissen für bis zu sechs Monate, wenn die
         Miete für die alte Wohnung aufgrund von bestehenden Kündigungsfristen
         neben der für die neue Wohnung weiterhin gezahlt werden muss.
-        Mietentschädigung für die neue Wohnung für höchsten drei Monate,
         wenn diese noch nicht genutzt werden kann.
-        Aufwendungen für einen Kochherd bis zu 230.07 Euro
-        Aufwendungen für Öfen bis zu 163,63 Euro je Zimmer,
         wenn diese zwingend nötig sind.

Wann gilt ein Umzug als beruflich veranlasst?

Ein beruflicher Anlass liegt immer dann vor, wenn der Umzug durch eine Versetzung, einen Arbeitsplatz- oder Stellenwechsel, einen Wohnungswechsel zur erstmaligen Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit oder zur Begründung oder Beendigung einer doppelten Haushaltsführung des Arbeitnehmers veranlasst ist. Er kann auch dann als beruflich veranlasst gelten, wenn er im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt oder sogar von diesem gefordert wird.

Sollte der Wechsel des Wohnorts die Entfernung zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte erheblich verkürzen können, wird ein beruflicher Anlass ebenfalls anerkannt. Die Zeitspanne für Fahrten zur Tätigkeitsstätte muss sich dabei um mindestens eine Stunde pro Tag verringern.
Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

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