Gegenleistung für die Nutzungsüberlassung sind nicht nur laufende monatliche Leasingraten, sondern nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes auch Leasingsonderzahlungen. Nach § 4 Abs. 3 EStG stellen Leasingsonderzahlungen im Zeitpunkt der Zahlung für betrieblich genutzte Fahrzeuge bei der Gewinnermittlung sofort abzugsfähige Betriebsausgaben dar.

Nicht jedoch bei Vertragslaufzeiten von mehr als 5 Jahren: hier ist die Leasingsonderzahlung nicht bereits im Zahlungsjahr in voller Höhe als Betriebsausgabe abzugsfähig. Vielmehr ist eine gleichmäßige Verteilung der Ausgabe – ähnlich der Abschreibung – über die Laufzeit des Vertrages geboten.

Einfluss von Änderungen der Nutzungsverhältnisse

Für den Betriebsausgabenabzug ist sowohl die Nutzung des Pkw im Jahr des Abflusses der Sonderzahlung als auch die zukünftige Nutzung innerhalb des gesamten Leasingzeitraums maßgeblich.

Wird die Leasingsonderzahlung im Jahr der Zahlung in voller zum Abzug gebracht, sind zwar zunächst die Nutzungsverhältnisse (Anteil der betrieblichen Nutzung an der Gesamtnutzung) im Zahlungsjahr entscheidend, ändern sich diese jedoch in den Folgejahren, hat dies auch rückwirkenden Einfluss auf die Abzugsfähigkeit der Leasingsonderzahlung im Steuerbescheid des Zahlungsjahres, soweit dieser noch änderbar ist.

Daher ist in diesen Fallkonstellationen bei Änderungen der Verhältnisse immer Vorsicht geboten.
Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

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