Familienunternehmen schaffen mehr Stellen als andere Unternehmen. Dies hat ein Kennzahlen-Update des BDI, des Deutschen Instituts für Mittelstandforschung in Bonn und der Deutschen Bank ergeben. Sie untersuchten die Daten der 4.500 größten deutschen Familienunternehmen. Ebenfalls erfreulich: Auch die Eigenkapitalquote wächst weiter.

Familienunternehmen als Jobmotor

Der Beschäftigungszuwachs in den 4.500 größten Familienunternehmen in Deutschland schlägt das durchschnittlichen Wachstum deutlich: Sie konnten im Erhebungsjahr 2013 drei Prozent mehr Mitarbeiter beschäftigen als noch 2012. Der Durchschnitt aller Unternehmen liegt hingegen mit 1,3 Prozent noch nicht einmal bei der Hälfte. Derzeit werden rund 17 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in einem der Familienunternehmen beschäftigt.

Eigenkapitalquote ermöglicht Unabhängigkeit und Innovationen

Ebenfalls erfreulich ist die gute Eigenkapitalausstattung der größten Unternehmen, die inzwischen durchschnittlich rund 37 Prozent beträgt. Der Durchschnitt aller Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen liegt hingegen nur bei 31 Prozent. Deswegen bescheinigt ihnen Oliver Bortz, Leiter Firmenkunden der Deutschen Bank, „eine hervorragende Ausgangsposition für Innovationen und Wachstum im In- und Ausland.“

Friederike, Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn ist der Meinung, dass die größten Familienunternehmen primär anstreben, „ihre finanzielle Stabilität zu sichern und ihre Unabhängigkeit zu festigen.“ Dies solle mit dafür verantwortlich sein, dass sie im Jahr 2013 erneut rentabler wirtschaften konnten als andere Unternehmen.

Familienunternehmen bleiben wichtig

Die Werte zeigen erneut, dass die größten Familienunternehmen in ihrer Relevanz für die deutsche Wirtschaft nicht unterschätzt werden können. Sie erwirtschaften rund ein Fünftel des Gesamtumsatzes in Deutschland und machen nur 0,1 Prozent aller Unternehmen in Deutschland aus.

Das Kennzahlen-Update „Die größten Familienunternehmen in Deutschland“ wurde am 28.12.2015 von BDI, Deutsche Bank AG und dem IfM Bonn veröffentlicht und stützt sich auf Daten von 2013.
Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

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