Um als Selbstständiger dauerhaft erfolgreich zu sein, ist stetige Weiterbildung erforderlich. Dies betrifft nicht nur das Fachgebiet sondern auch betriebswirtschaftliche und organisatiorische Kenntnisse. Der Staat unterstüzt Weiterbildungsmaßnahmen mit Steuervorteilen und Bildungsprämie.

Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sichern Existenz

Eine der größten Wissenslücken von Selbstständigen findet sich in der Regel in wichtigen betriebswirtschaftlichen Bereichen. Vor allem bei Buchhaltung und Steuern  müssen viele Gründer noch hinzu lernen. Ebenso wichtig sind jedoch die Erstellung von Businessplänen, die Ermittlung der laufenden und unregelmäßig Kosten und das Sicherstellen der Finanzierung und Liquidität.

Rund ein Drittel der neu gegründeten Unternehmen überlebt die ersten drei Jahre nicht. Auch deswegen sollten Selbstständige sich das notwendige betriebswirtschaftliche Rüstzeug möglichst vor der Unternehmensgründung aneignen und es regelmäßig erneuern. VWL-Grundkenntnisse können für Firmeninhaber mit internationaler Ausrichtung ebenfalls von großer Wichtigkeit sein.

Fernstudium häufig absetzbar

Ein berufsbegleitendes Fernstudium vermittelt das notwendige Wissen und führt zu qualifizierten Abschlüssen. Fernschulen können sowohl geprüfte staatliche und IHK Abschlüsse anbieten als auch einen Bachelor in Betriebswirtschaft ermöglichen. In der Regel können Studierende die Studiendauer frei wählen. Für einen Bachelor in Betriebswirtschaft werden beispielsweise zwischen sechs und zwölf Semester veranschlagt.

Ein Fernstudium ist teuer. Die anfallenden Kosten für Studiengebühren, Arbeitsmittel, Fahrtkosten und Fachliteratur sind immerhin häufig voll abzugsfähig. Da die Regelung hier nicht einheitlich ist, sollten Interessenten sich von ihrem Steuerberater oder im Finanzamt im Vorfeld beraten lassen.

Eigenständige Weiterbildung und Existenzgründerseminare

Viele Selbstständige bilden sich eigenständig weiter. Der größte Teil nutzt dafür Fachbücher. Die Teilnahme an Konferenzen und Vorträgen sowie der Wissenstransfer mit anderen Selbstständigen ermöglicht ebenfalls, das eigene Wissen abzugleichen und zu erweitern. Auch das Internet wird zum Informationsgewinn genutzt. Vor allem Blogs und Foren spielen hier eine Rolle. Im praktischen Bereich spielen „Learning by Doing“ sowie „Versuch und Irrtum“ eine große Rolle.

Wer hingegen bereits ein Hochschulstudium absolviert hat, kann von Existenzgründerseminaren und –workshops profitieren, in denen betriebswirtschaftliches Wissen innerhalb kürzester Zeit vermittelt wird. Grundlagen im Bereich BWL, Marketing, Management, IT und Unternehmensführung werden jedoch je nach Seminar vorausgesetzt.

Fördermöglichkeiten durch den Staat

Selbstständige haben die Möglichkeit, die Bildungsprämie zu beantragen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell unterstützt zu werden. Berechtigt ist, wer mindestens 15 Stunden wöchentlich erwerbstätig ist und weniger als 20.000 Euro verdient. Voraussetzung ist zudem die deutsche Staatsangehörigkeit oder eine Arbeitsgenehmigung für Deutschland.

Um die Prämie in Anspruch zu nehmen, müssen Interessenten eine Beratungsstelle aufsuchen und dort prüfen lassen, ob die Voraussetzungen erfüllt werden. Sie hilft zudem auch dabei weiter, geeignete Weiterbildungsmaßnahmen zu finden. Nicht geeignet sind grundsätzlich Kurse, die bereits bezuschusst werden, Einzelunterricht und Kurse von Anbietern, die nicht unterstützt werden.

Der Gutschein ist sechs Monate gültig und deckt maximal die Hälfte der Kursgebühren ab. Dabei ist er auf 500 Euro gedeckelt.
Denis Broll - Diplom Ökonom, Steuerberater

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