Innovative Vergütung

Der Erfolg eines Unternehmens hängt zunehmend von der Qualifikation und Motivation seiner Mitarbeiter ab. Um attraktive Wettbewerbspositionen zu schaffen bzw. auszubauen ist es für Unternehmen daher interessanter denn je, innovative Wege zur Mitarbeiterbindung und -motivation zu beschreiten.

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Da Geld alleine nicht glücklich macht, gewinnt der Faktor Lebensqualität für viele Mitarbeiter weiter an Bedeutung.Innovative Vergütungssysteme können unterschiedlichste Bausteine enthalten, die ein Leben jetzt und in der Zukunft lebenswerter machen. Hierzu gehören u. a. flexible Arbeitszeitmodelle, nettolohnoptimierte Zusatzleistungen, die Beteiligung von Mitarbeitern am Erfolg und Kapital des Unternehmens oder eine unternehmensindividuelle betriebliche Altersvorsorge.

Wir beraten Sie bei der steuerlichen, sozialversicherungsrechtlichen und rechtlichen Konzeption und Implementierung von innovativen Vergütungsmodellen, die individuell auf Ihre unternehmerischen Zielsetzungen zugeschnitten sind.

Im Rahmen unserer Beratung bei der Anpassung von Vergütungssystemen bieten wir unseren Mandanten auch eine Überprüfung der Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrem Vergütungssystem an.Unsere Beratungsleistungen für Ihr innovatives Vergütungssystem:
  • Kurzfristige Vergütungsmodelle
  • Nachhaltige Vergütungsmodelle
  • Zeitwertkonten / Lebensarbeitszeitmodelle
  • Betriebliche Altersvorsorge
Karsten Kalthoff

Ihr Ansprechpartner:
Karsten Kalthoff
Steuerberater
Geprüfter Bilanzbuchhalter (IHK)

Telefon: 0281 / 33 99 33
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Kurzfristige Vergütungsmodelle

Kurzfristige Vergütungsmodelle (Short-Term Incentives) können unterschiedlichste Bausteine enthalten. Hierzu gehören beispielsweise nettolohnoptimierte Zusatzleistungen und variable Vergütungsbestandteile.

Bei der Einführung kurzfristiger Vergütungsmodelle kann es interessant sein, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen, um die Effektivkosten des Arbeitsgebers zu senken und die tatsächliche Nettoleistung für den Arbeitnehmer zu erhöhen.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Arbeitsnehmern Leistungen und geldwerte Vorteile gewährt werden, die steuerbegünstigt bzw. steuerfrei und beitragsfrei in der Sozialversicherung sind.Zu den steueroptimierten Zusatzleistungen, die entweder allen oder auch nur ausgewählten Mitarbeitern nach einem einheitlichen Maßstab gewährt werden sollen, gehören beispielsweise:
  • Aufmerksamkeiten (Geschenke) bei Dienstjubiläen, Geburtstagen oder anderen besonderen Anlässen,
  • die Überlassung von Telekommunikationsgeräten oder Computern zur betrieblichen und privaten Nutzung wie beispielsweise Tablets und Smartphones,
  • die Anmietung von Werbeflächen beim Arbeitnehmer (z.B. an dessen privaten Fahrzeug),
  • Beihilfen und Unterstützungsleistungen,
  • Betriebliche Gesundheitsförderung,
  • Belegschafts- und Personalrabatte,
  • Fortbildungsreisen mit Freizeitelementen oder Erholungsbeihilfen,
  • Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr,
  • Gutscheine für Waren und Dienstleistungen oder Tankgutscheine,
  • Restaurantchecks und Essensmarken,
  • Telefon- und Internetkosten,
  • Zuschüsse oder Erstattung von Kosten zur Betreuung und Unterbringung von nicht schulpflichtigen Kindern, sofern der Arbeitnehmer seine Aufwendungen nachweist und Veränderungen umgehend bekanntgibt.
Kurzfristige Vergütungsmodelle können auch variable Vergütungsbestandteile beinhalten. Variable Vergütungsinstrumente können Mitarbeiter dazu motivieren, sich für die operative und strategische Zielerreichung eines Unternehmens einzusetzen. Gleichzeitig ermöglichen derartige Anreizsysteme für Mitarbeiter einen Teil der Personalkosten in Abhängigkeit vom Erfolg variabel zu gestalten.

Variable Vergütungsbestandteile in Form von Bonus- oder Tantiemesystemen können ihre Wirkung aber nur dann entfalten, wenn die relevanten Erfolgsparameter konsequent aus dem betrieblichen Zielsystem abgeleitet werden und die Mitarbeiter die für sie relevanten Teilziele beeinflussen können und entsprechend bei Zielerreichung durch das geschaffene Anreizsystem motiviert werden.

Variable Vergütungsbestandteile können auch so ausgestaltet werden, dass ein nachhaltiges wirtschaftliches Handeln gefördert wird. Dies wird beispielsweise erreicht, wenn lediglich 40-50 Prozent der erzielten variablen Vergütung unmittelbar ausgeschüttet wird. Die verbleibenden Prozente erhält der Mitarbeiter erst in den weiterhin erfolgreichen folgenden Jahren. Bei Zielunterschreitungen oder -übererfüllungen wird der Ausschüttungsbetrag der variablen Vergütung entsprechend gekürzt oder erhöht.

Wir beraten Sie bei der steuerlichen, sozialversicherungsrechtlichen und rechtlichen Konzeption Ihres individuellen kurzfristigen Vergütungsmodells und erläutern Ihnen die für Sie relevanten Vor- und Nachteile.

Gern führen wir Effektivkostenvergleiche für Sie durch und errechnen bei variablen Vergütungsbestandteilen die Vergütungen unter verschiedenen Zielerreichnungsszenarien.

Bei der konkreten Umsetzung Ihres individuellen Vergütungsmodells unterstützen wir Sie im Rahmen der Lohnbuchhaltung.

Nachhaltige Vergütungsmodelle

Nachhaltigkeit ist schon lange kein Modewort mehr, es wandelt sich immer mehr zu einem effektiven personalpolitischen Instrumentarium, das auch in mittelständischen Unternehmen Einzug hält. Als sog. Long-Term Incentives werden vor allem Mitarbeiterbeteiligungsmodelle eingesetzt. Mitarbeiterbeteiligungsmodelle werden zurzeit vor allem auf Führungsebene praktiziert. Sie sind aber auch für das mittlere Management oder die ganze Belegschaft eine vorteilhafte Option, da sich Mitarbeiterbeteiligungen sowohl für die Unternehmer als auch die Mitarbeiter rechnen. Angestellte werden zu Mitinhabern ihres Betriebes, die direkt an den Gewinnen beteiligt werden. Mitinhaberschaft und Gewinnbeteiligung stärken sowohl die Eigenverantwortung, den Ehrgeiz und die Motivation der einzelnen Mitarbeiter. Dem Unternehmen wird durch Mitarbeiterbeteiligungsmodelle Kapital zugeführt. Außerdem wandert kompetentes Personal nicht mehr so leicht ab, so dass Fachkräftemangel, Nachwuchs- und Managementprobleme elegant gelöst werden können. Im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsmodellen können beispielsweise beim Erwerb von betriebseigenen Aktien Rabatte gewährt werden.Weitere Bespiele für eine Beteiligung der Mitarbeiter sind Aktienoptionen, Genussscheine, stille Beteiligungen, Mitarbeiterdarlehen oder Mitarbeiterbeteiligungsfonds. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten eine Mitarbeiterbeteiligung so zu gestalten, dass sie auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten ist. Sofern der Einfluss oder die Mitbestimmung der Mitarbeiter ausgeschlossen werden soll, gibt es diverse Möglichkeiten dies zu realisieren. Wir beraten Sie gern individuell, umfassend und praxisorientiert bei der Ausgestaltung und Umsetzung Ihres nachhaltigen Vergütungsmodells.

Zeitwertkonten / Lebensarbeitszeitmodelle

Der demografische Wandel beeinflusst zunehmend sowohl den wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens als auch die Beschäftigungssituation der Arbeitnehmer.

Zeitwertkonten- und Lebensarbeitszeitmodelle können insbesondere in körperlich belastenden Branchen helfen, eine überalternde Arbeitnehmerstruktur zu vermeiden und einen Altersübergang sozialverträglich zu gestalten.

Bei einem Zeitwertkonto handelt es sich um ein Arbeitszeitkonto, in das ein Mitarbeiter sowohl Arbeitsentgelt (u. a. Überstundenvergütungen, Prämien, Zahlungen aus laufendem Gehalt) oder Arbeitszeit (u. a. Überstunden) einbringen kann, um damit eine längere bezahlte Freistellung vor Renteneintritt (z. B. für Pflegezeiten oder „Sabbatical“) zu finanzieren. Sie dienen nicht dem Ausgleich von täglichen Arbeitszeitschwankungen.

Mit der Einführung von Zeitwertkonten- und Lebensarbeitszeitmodellen entstehen Win-Win-Situationen für das Unternehmen und seine Arbeitnehmer.Aus Sicht des Arbeitnehmers helfen Lebensarbeitszeitkonten Beruf und Familie besser zu vereinbaren den Zeitpunkt der Verrentung wieder ein Stück weit selbst in die Hand nehmen.

Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle bieten dem Unternehmen mehr Flexibilität bei der Arbeitsorganisation und –gestaltung. Sie helfen alterungsbedingte Krankheitskosten zu senken und anteilig zu vermeiden und sind aus personalpolitischer Sicht ein gutes Mittel, um qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und zu binden.

Wir beraten Sie in steuerrechtlichen, sozialversicherungsrechtlichen und bilanzrechtlichen Fragen rund um Zeitkonten- und Lebensarbeitszeitmodelle. Eine umfassende praktische Unterstützung bei der Implementierung und Verwaltung von Zeitkonten- und Lebensarbeitszeitmodellen realisieren wir in Kooperation mit unseren spezialisierten Netzwerkpartnern.

Betriebliche Altersvorsorge